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Ein klares Selbstbild als Grundlage für alles Weitere

Wissenschaft & Wirkung

Das Programm mindmittens wurde ab 2021 im Rahmen universitärer Forschung entwickelt und in den Jahren 2022 bis 2024 umfassend evaluiert. Grundlage bilden eine Pilot- und eine Hauptstudie an der Universität Münster, in denen insbesondere die Wirkungen bewegungsbasierter Methoden auf das Selbstkonzept, den Selbstwert und die Selbstwirksamkeit junger Menschen untersucht wurden.

Theoretisch orientieren sich die Programme an der Self-Determination Theory, die die Bedeutung von Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit als zentrale Voraussetzungen für Motivation, Lernprozesse und persönliche Entwicklung beschreibt. Ergänzend greift mindmittens den salutogenetischen Ansatz von Aaron Antonovsky auf. Im Fokus steht dabei die Stärkung des Kohärenzgefühls – also die Fähigkeit, das eigene Leben als verstehbar, handhabbar und sinnvoll zu erleben. Durch die Verbindung von Bewegung, Reflexion und Transfer werden Entwicklungsprozesse angestoßen, die jungen Menschen helfen, innere Orientierung zu gewinnen, mit Anforderungen konstruktiv umzugehen und ihre eigene Wirksamkeit zu erleben.

Durch diese wissenschaftliche Fundierung und die kontinuierliche Weiterentwicklung im Bildungs- und Arbeitskontext entstehen Formate, die nicht auf kurzfristige Effekte abzielen, sondern nachhaltige Entwicklungsprozesse ermöglichen – individuell wirksam und strukturell anschlussfähig.

Wssenschaftlich
2021–2024

Einblicke in die Wissenschaft

Das zugrundeliegende Programm wurde ursprünglich im Rahmen wissenschaftlicher Studien gezielt für Mädchen und junge Frauen entwickelt. Ausgangspunkt waren differenzierte Bedarfsanalysen, die insbesondere soziale Aufwärtsvergleiche und internalisierende Verarbeitungsmuster als zentrale Herausforderungen identifiziert haben.

Ein Einblick in die wissenschaftliche Grundlage von mindmittens wurde im Rahmen der ersten Pilotstudie in der Zeitschrift Forum Kinder- und Jugendsport (Springer-Verlag) veröffentlicht.

In der Weiterentwicklung wurde das Konzept auf weitere Zielgruppen übertragen. Heute wird es geschlechtersensibel eingesetzt und kontinuierlich angepasst – sodass unterschiedliche Lebensrealitäten ebenso berücksichtigt werden wie individuelle Entwicklungsbedarfe.

Die Module

mindmittens basiert auf einem sechsstufigen Entwicklungsmodell, das gezielt für Bildungs- und Arbeitskontexte weiterentwickelt wurde.

Die Module bauen logisch aufeinander auf: von Selbstwahrnehmung über Selbstwert hin zu Handlungsfähigkeit – mit dem Ziel, Entwicklung nachhaltig im Alltag zu verankern.

Realize

Selbstwahrnehmung und Orientierung

Release

Selbstwert und innere Entlastung

Renew

Sicherheit im sozialen Raum

Remind

Ressourcen, Sinn und Selbstwirksamkeit

React

Handlungsfähigkeit und Verantwortung

Retransfer

Nachhaltiger Transfer in Alltag und Arbeitswelt

Quellen: 

Ryan, R. M., & Deci, E. L. (2017). Self-Determination Theory: Basic Psychological Needs in Motivation, Development, and Wellness. New York: Guilford Press.

Antonovsky, A. (1987). Unraveling the Mystery of Health: How People Manage Stress and Stay Well. San Francisco: Jossey-Bass.